Diese Abkürzung steht für Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie und wurde in den 90er Jahren von Dr. Luise Reddemann und Prof. Ulrich Sachsse entwickelt. Dem liegt ein drei Phasen umfassendes Vorgehen zugrunde.

In der ersten, der sogenannten Stabilisierungsphase, wird die Patientin sehr darin unterstützt, selber Einfluss zu nehmen auf die Intensität und das Erleben der Symptomatik. Sie wird so weit wie möglich befähigt, sich selbst zu beruhigen und die eigenen Emotionen zu kontrollieren.
Werkzeug sind hier insbesondere Imaginationsübungen, mit deren Hilfe die Patientin den schlimmen Bildern der traumatischen Erfahrung gute innere Bilder entgegensetzt.

In der zweiten Behandlungsphase steht die Begegnung mit dem Trauma, die Traumakonfrontation im Vordergrund.
Die bedrohlichen Erfahrungen werden im Schutz der Therapie gezielt wiederbelebt mit dem Ziel, die mit diesen Erfahrungen verknüpften Gefühle zu erspüren und ihnen Raum zu geben. Bislang abgewehrte Gefühle wie Wut und Trauer können jetzt schrittweise in das seelische Erleben aufgenommen werden.

Die dritte Phase dient der Aufnahme der nun wieder erinnerten und verfügbaren traumatischen Erinnerungen in die Persönlichkeit der Patientin.
Hier geht es zumeist insbesondere um das Abtrauern der durch das traumatische Erleben erlittenen Schmerzen und Verluste.
Es kann eine neue Sinnfindung stattfinden, ein Einordnen der bislang oft tief verdrängten Erfahrungen in die eigene Lebensgeschichte.

Nicht jede Geschichte geht gut aus. Doch es gibt Hoffnung, dass sie einen Sinn erhält.