Von einem psychischen Trauma sprechen wir dann, wenn die Betroffenen subjektiv durch eine
äußere Bedrohung einen Zustand völliger Hilflosigkeit, Ohnmacht und Ausgeliefertsein erfahren.

Traumatisierende Situationen sind zum Beispiel Katastrophen wie die Loveparade in Duisburg, Naturkatastrophen oder schwere Verkehrsunfälle.
Und auch in unserer Gesellschaft kommt es immer noch häufig zu traumatisierenden Bindungserfahrungen in der Kindheit durch Vernachlässigung, Gewalt oder sexuellen Missbrauch.

Liegt eine Traumafolgestörung vor, so unterscheidet sich deren Behandlung in besonderer Weise
von einer “normalen” Psychotherapie. Während hier häufig durchaus rasch und direkt das belastende Thema zur Sprache kommt, wird es in der Traumatherapie zunächst ganz gezielt umschifft.
Denn eine zu frühe Begegnung oder Konfrontation löst möglicherweise die sehr belastende Symptomatik aus, ohne dass dadurch ein Besserungseffekt erzielt wird.

Vielmehr werden die Betroffenen zunächst mit ganz spezifischen Behandlungstechniken stabilisiert. Erst dann kann eine behutsame Auseinandersetzung mit den belastenden Lebensereignissen begonnen werden.